Stuttgarter Ballett Blog

EMAIL AUS … MOSKAU (FRÄNZI GÜNTHER)

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Stefan Seyrich-Hofmeister, Fränzi Günther, Axel Schob vor dem Bolshoi-Theater in Moskau

Stefan Seyrich-Hofmeister, Fränzi Günther, Axel Schob
vor dem Bolshoi-Theater in Moskau, Foto: privat

Ein herzliches Hallo aus dem total verschneiten Moskau!

Der Bühnenoberinspektor Axel Schob, der Beleuchtungsmeister Stefan Seyrich-Hofmeister und die Geschäftsführerin des Stuttgarter Balletts Fränzi Günther – wir drei sind zu einer Vorbesichtigung des legendären Bolschoi-Theaters nach Moskau gereist, da die Company im Mai diesen Jahres dort mit zwei Programmen auf zwei unterschiedlichen Bühnen des Bolschoi-Theaters gastieren wird.

Trotz gecancelten Flügen, dadurch kurzfristig entstandenen Umbuchungen, Verspätungen und einstündigem Kreisen über einem der drei Flughäfen in Moskau kamen wir gestern Abend glücklich im total verschneiten Moskau an. Selbst auf der vierspurigen Autobahn und im Stadtzentrum liegt eine komplett geschlossene Schneedecke von 10 bis 20 cm!! (Was die Autofahrer allerdings nicht davon abhält, trotzdem sehr zügig zu fahren – sie sind diese Straßenverhältnisse offensichtlich gewohnt!)

Heute nun ging es darum, den gesamten Gebäudekomplex der beiden Bühnen – die sogenannte „Traditional Stage“ und die sogenannte „New Stage“ – des Bolschoi-Theaters zu besichtigen, die technische Ausstattung der beiden Bühnen, sowie Garderobenräume, Ballettsäle und sonstige Einrichtungen im Theater kennen zu lernen. Mit diesen Informationen können wir die Tour besser vorbereiten, eine genaue Planung unseres Ablaufs und der Proben vor Ort erstellen und verstehen, welches technische Equipment für unser Gastspiel zur Verfügung steht – was muss adaptiert , was kann 1:1 umgesetzt werden und ganz wichtige Information: Wo ist eigentlich die Kantine!

Wir durften feststellen, dass wir in einem hervorragend ausgestatteten Theater auftreten dürfen – es gibt sogar mehrere Kantinen! Hätte man uns allerdings irgendwo in diesem Theater „ausgesetzt“, wären wir heute total verloren gewesen. Mit einem Tag Besichtigung konnten wir die unglaublichen Wege in diesem riesigen Gebäudekomplex mit oberirdischen und unterirdischen Verbindungsgängen zwischen den verschiedenen Bühnen und dem „administrativen“ Gebäude keineswegs erfassen. Zum Glück waren wir in sehr netter Begleitung einer Übersetzerin, Daria, ehemalige Mitarbeiterin des Bolschoi-Theaters, sowie unserer russischen Kollegen des Bolschoi-Theaters, die uns den ganzen Tag begleiteten und uns außerdem versicherten, dass uns im Mai genügend Hinweis-Schilder die Wege weisen würden – da waren wir doch sehr erleichtert!

Trotz des Schocks, der allen anzumerken war, aufgrund des gestern Nacht stattgefundenen Säure-Anschlags auf den Ballettdirektor des Bolschoi-Theaters, Sergey Filin, hatten unsere russischen Kollegen die Ruhe und Geduld, uns alles zu zeigen und sämtliche Fragen zu beantworten. Gerade vor diesem Hintergrund wissen wir die Professionalität des Bolschoi-Theaters und seiner Mitarbeiter noch mehr zu schätzen. Gemeinsam mit den russischen Kollegen wurde klar festgehalten: Davon lassen wir uns nicht abhalten – die Tour findet statt – jetzt erst recht! Nach diesem Tag heute und mit dem Wissen, dass es dann bestimmt wärmer sein wird und auch die Tage dann heller sind, freuen wir uns auf unsere Rückkehr im Mai!

Herzliche Grüße,
Fränzi Günther

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